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Paestum
Italien
Lage und Daten [Bearbeiten]
Der Ort liegt in einer Ebene etwa 50 km südlich von Salerno. Er wurde 9 km
von der Mittelmeerküste entfernt angelegt. Das zeigt, dass die Griechen
hier keinen Hafen als Handelsstützpunkt anlegen wollten, sondern dass sie
die Kultivierung des fruchtbaren Bodens im Sinn hatten. Er ist geschützt
hinter einer Lagune, an der sich wohl früher der Hafen befand. Zum Osten
und Süden hin wird Paestum durch das Cilento−Gebirge abgegrenzt. Im Norden
befindet sich mit dem Sele eine natürliche Barriere.[1] Paestum hotels
Italien.
Geschichte [Bearbeiten]
Basilika/Hera-TempelDie Stadt wurde unter dem Namen Poseidonia um 600 v.
Chr. von Griechen aus Sybaris oder Troizen gegründet.[1] Der Wohlstand der
Stadt dokumentiert sich im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. im Bau großer
Tempelanlagen, deren Ruinen bis heute erhalten sind. Etwa 400 v. Chr.
eroberten die Lucaner die Stadt und benannten sie in Paistos um. 273 v.
Chr. wurde sie unter dem Namen Paestum zur latinischen Colonia. In der
römischen Kaiserzeit verlor Paestum an Wohlstand und Bedeutung. Nach
Zerstörungen im 9. Jahrhundert durch die Sarazenen und im 11. Jahrhundert
durch die Normannen wurde Paestum aufgegeben. Der Niedergang wurde durch
die Versumpfung des Umlandes und die daraus resultierende Malariagefahr
beschleunigt. Die Bewohner siedelten, um der Malaria zu entgehen, auf
höher gelegenes Gebiet um und gründeten den Ort Capaccio.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Athene-Tempel
Tempel der AthenePaestum kann bedeutende Baudenkmäler aus griechischer und
römischer Zeit vorweisen. Besondere Bedeutung kommt den drei großen
dorischen Tempeln zu, die jeweils exemplarisch für eine Bauepoche des
dorischen Baustils stehen.
Der archaische Heratempel (um 540 v. Chr.) – Basilika genannt – war einer
der größten bis dahin errichteten griechischen Steintempel überhaupt.
Der Tempel der Athene (um 500 v. Chr.), früher auch der Ceres
zugeschrieben, ist erheblich kleiner, aber in den Formen ausgewogener.
Der Poseidontempel schließlich (um 450 v. Chr.) – auch dieser ist der Hera
geweiht – weist die ausgereiften Bauformen des kurz zuvor errichteten
Zeustempels von Olympia auf.
Weiterhin sind ein kleines römisches Amphitheater, der Versammlungsort der
Bürger, das Comitium, und weitere öffentliche Gebäude der Römerzeit zu
erwähnen. Gut erhalten ist auch die 4,75 km lange Stadtmauer, an der
lukanische und römische Bauphasen zu erkennen sind. Die vier großen
Stadttore sind römisch. Paestum Hotels zimmer.
Museum [Bearbeiten]
Grab des TurmspringersDas Museum zeigt eine bedeutende Sammlung
griechischer Altertümer aus Unteritalien. Ausgestellt werden Fundstücke
aus der Umgebung von Paestum in der Hauptsache Grabfunde aus griechischen
und lukanischen Nekropolen. Darunter sind viele Vasen, Waffen und bemalte
Steinplatten, die als Sargdeckel oder –seitenwände dienten. Hervorzuheben
sind die Darstellungen aus dem Grab des Turmspringers (Tomba del
Tuffatore), die den Übergang vom Leben in das Totenreich als Sprung des
Springers in das Wasser deuten.
Wiederentdeckung [Bearbeiten]
Poseidontempel nach einem Stich aus Pierers Universal-Lexikon 1891
Poseidontempel 2008500 n. Chr. fing das Gelände an zu versanden und
langsam zu versumpfen, die Malaria breitete sich aus und die letzten
Bewohner verließen den Ort. Die Tempelanlage verwandelte sich in eine Art
Urwald, der Ort wurde gleichsam vergessen. Erst 1752 wurde er wieder
entdeckt, ungefähr zeitgleich mit Pompeji und Herkulaneum. Die Entdeckung
erregte seinerzeit großes Aufsehen. Eine Expedition in die verwunschene
Sumpflandschaft gehörte zum Programm des kunstbeflissenen
Bildungsreisenden.
Johann Wolfgang Goethe besuchte Paestum im Rahmen seiner Italienischen
Reise am 23. März 1787, also 25 Jahre nach seiner Wiederentdeckung. Er
schreibt darüber:
„„Das Land ward immer flacher und wüster, wenige Gebäude deuteten auf
kärgliche Landwirtschaft. Endlich, ungewiß ob wir durch Felsen oder
Trümmer führen, konnten wir einige große länglich-viereckige Massen, die
wir in der Ferne schon bemerkt hatten, als überbliebene Tempel und
Denkmale einer ehemals so prächtigen Stadt unterscheiden [...] Von einem
Landmanne ließ ich mich indessen in den Gebäuden herumführen, der erste
Eindruck konnte nur Erstaunen erregen. Ich befand mich in einer völlig
fremden Welt. Denn wie die Jahrhunderte sich aus dem Ernsten in das
Gefällige bilden, so bilden sie den Menschen mit, ja sie erzeugen ihn so.
Nun sind unsere Augen und durch sie unser ganzes inneres Wesen an
schlankere Baukunst hinangetrieben und entschieden bestimmt, so dass uns
diese stumpfen, kegelförmigen, enggedrängten Säulenmassen lästig, ja
furchtbar erscheinen. Doch nahm ich mich bald zusammen, erinnerte mich der
Kunstgeschichte, gedachte der Zeit, deren Geist solche Bauart gemäß fand,
vergegenwärtigte mir den strengen Stil der Plastik, und in weniger als
einer Stunde fühlte ich mich befreundet, ja ich pries den Genius, dass er
mich diese so wohl erhaltenen Reste mit Augen sehen ließ, da sich von
ihnen durch Abbildung kein Begriff geben lässt. “Hotel Paestum zimmer" Le
Palme Hotel Paestum"
– Goethe: Italienische Reise, Eintrag des 23. März 1787
Die
Geschichte der griechischen Kolonien in Süditalien beginnt im 11.
Jahrhundert vor Chr. Durch die Bildung von kleineren Adelsgesellschaften
in den Stadtstaaten Griechenlands änderten sich die wirtschaftlichen
Verhältnisse zum Nachteil eines Teils der Bevölkerung. Als Antwort auf
diese Machtansprüche der Adelsgesellschaft begann sehr früh eine
Auswanderung aus den griechischen Städten mit dem Ziel, an anderen Orten
eine neue Lebensgrundlage zu finden.
Eine der ersten Neugründungen waren die beiden Städte Cumae und Napolis in
Kampanien im Jahre 1030 vor Chr.
Insbesondere um das Jahr 700 vor Chr. folgten weitere städtisch
organisierte Kleinkolonien, da die Verhältnisse in den großen Städten
Griechenlands durch die Ausbildung von Oligarchien weder in geistiger noch
in wirtschaftlicher Hinsicht viele Lebensmöglichkeiten boten.
Auseinandersetzungen mit dem persischen Reich verschlimmerten die Lage.
Zu den Städtegründungen dieser Zeit gehörte auch Poseidonia (Paestum),
Elea (Velia), Kroton, Sybaris, Agrigent, um nur einige zu nennen. Allen
diesen griechischen Neuansiedlungen auf dem Boden Süditaliens war nicht
nur der städtische Charakter mit seinem hohen Organisationsgrad gemeinsam,
sondern auch, daß diese nicht nur wirtschaftlich Fuß zu fassen suchten (Landnahme,
Handel). Die griechischen Neusiedler versuchten von Anfang an auch
geistige und religiöse Zentren zu entwickeln. So bildete Poseidonia mit
dem nahe gelegenen Heiligtum zu Ehren der Göttin Hera ( Heraion) ein
religiöses und durch den Hafen am Selefluß eher wirtschaftliches Zentrum,
während das nur 30 km entfernte Elea mit seinem als Philosophen bekannten
Bürgermeister Parmenides keine größere wirtschaftliche Bedeutung erlangte.
Die eleatische Philosophenschule aber hat bis heute zentrale Bedeutung.
1.1 Die Gründung von Poseidonia (Paestum Hotels)
Die Entstehung von Poseidonia (Paestum) geht zurück auf die Gründung der
ganzen Region Magna Grecia. Als Herkunftsstadt gilt Sybaris an der
Adriaseite. Die Sybariten sind bekannt für einen Lebensstil des
Wohlstandes, der Bequemlichkeit und des Genusses. Der griechische Geograph
Strabon berichtet im 1. Jahrhundert vor Chr., daß die Sybariten - sei es
aus städtischen Unstimmigkeiten heraus oder aus wirtschaftlichen Gründen -
mehrere Neugründungen von Siedlungen tätigten, darunter Poseidonia am
Selefluß. Der römische Schriftsteller Solino aus dem 3. Jahrhundert vor
Chr. bestätigt diese Behauptung.
Das ungefähr 12 km entfernt liegende Heraion, eine Tempelanlage zu Ehren
der Göttin Hera geht laut Legende auf den Argonautenführer Jason zurück.
Aber ein genaues Datum oder Berichte, die nähere beweisbare Umstände zur
Gründung von Poseidonia berichten, gibt es bisher nicht, so daß alles ein
wenig im Dunkeln von Mutmaßungen bleibt.
1.2 Die
Entwicklung von Poseidonia (Paestum)
Die neugegründete Kolonie am Selefluß entwickelte sich ab dem 6.
Jahrhundert vor Chr. in erster Linie wegen seiner günstigen geographischen
Lage. Handelswege aus den italischen Gebieten und den ionischen
Küstengebieten kreuzten sich dort. Den Namen Poseidonia erhielt die
Kolonie aus Dank an den Meeresgott, der die Schiffe der Gründer
unbehelligt ließ.
Anfangs mußte sich die aufblühende Kolonie natürlich seiner Konkurrenten
erwehren. Das waren zum einen die Etrusker und zum anderen war es
notwendig, mit den anderen griechischen Kolonien Bündnisse einzugehen.
Bündnispartner waren Sybaris, Kroton und Metapont. Erst als Kroton Sybaris
512 vor Chr. dem Erdboden gleichgemacht hatte, wuchs die wirtschaftliche
und politische Macht von Poseidonia und dabei ist anzunehmen, daß die aus
Sybaris vertriebenen Bürger in Poseidonia sowohl ihren Reichtum als auch
Erfahrung und Wissen in die neue Kolonie mitbrachten.
In dieser Zeit erweitert sich nicht nur der Handel, sondern es werden auch
die drei großen Tempel erbaut: Basilika, Poseidontempel und Cerestempel.
Hotel Ariston Paestum, Hotel esplanade. Hotel savoy beach Paestum.
Der in der Umgebung lebende italische Volksstamm der Lukaner, der die
Gegend von Lukanien und Basilikata besetzt hatte (5. Jahrhundert vor Chr.)
begann auf friedliche Weise am Leben der Kolonie teilzunehmen. Die
Bevölkerungszahl stieg und da die Lukaner den Handel der Stadt und das
bestehende Handwerk beträchtlich erweiterten, gelang ihnen der Aufstieg
zur Macht in Poseidonia. Dies hatte keine negativen Auswirkungen, im
Gegenteil: während der lukanischen Periode entstehen Wandmalereien, auf
denen sich lukanische Naivität mit griechischer Kunst verbindet. Auch neue
Bauwerke entstehen, während die Münzen weiterhin griechische Prägung
aufweisen.
Erst Ende des 4. Jahrhunderts vor Chr. gerät Poseidonia zwischen die
Fronten einer lukanisch- griechischen Auseinandersetzung. 332 vor Chr.
werden die Lukaner zwar besiegt, jedoch fällt der griechische Heerführer
kurz darauf und so gerät Poseidonia wieder in lukanische Herrschaft.
Als dritte Macht tritt nun Rom auf den Plan und versucht, seine Macht auf
das Gebiet der Magna Grecia auszudehnen. Im Jahre 273 vor Chr. endet für
Poseidonia die griechisch-lukanische Zeit und aus Poseidonia wird ein
Verbündeter Roms namens Paestum. Palinuro Hotels.
Die Bürger gelten nun als "socii navales", die Rom bei Gefahr mit Schiffen
und Matrosen beistehen müssen. Da Paestum dieser Verpflichtung in der
Auseinandersetzung mit Hannibal nachkam, durfte es sein Münzrecht behalten
bis ins erste Jahrhundert nach Chr. unter Kaiser Tiberius.
Und nochmals erlebt Paestum eine Blütezeit: Der Handel mit Rom erweitert
sich, römische Bürger lassen sich nieder, neue öffentliche Gebäude werden
errichtet, die dem neuen Leben entsprechen: das Amphitheater, das Forum,
das Gymnasium.
1.3 Der Untergang der Stadt Paestum
Drei Gründe gibt es für den Untergang dieser Stadt.
Der erste Grund war, daß das Klima der Ebene von Paestum kein besonders
gesundes war. Der zweite Grund verstärkt dies noch:
Man hatte auch - neben dem Handel - vom Schiffsbau gelebt und im Laufe der
Zeit den Baumbestand so dezimiert, daß die Flüsse Salso und Sele die Ebene
in Sumpfgebiet verwandelten, in der besonders die Malaria grassierte.
Und der letzte Grund lag in Rom. Der römische Handel hatte als Handelsweg
mit dem Orient zunehmend die Küste der Adriaseite entwickelt, so daß
Paestum außerhalb der großen Handelswege geriet.
Es blieb ein kleines Dorf namens Cerestempel übrig, dessen Bewohner im 9.
Jahrhundert nach Chr. wegen der Malaria und wegen häufiger Überfälle der
Sarazenen das Dorf verließen, um am Berghang ein neues zu gründen:
Capaccio Vecchio ( caput aquae : Flußquelle)
2. Ein Spaziergang durch Paestum
Beginnen wir den Weg durch die antike Stadt im Südwesten und betreten sie
durch das Tor der Gerechtigkeit ( porta giusticia ). Links und rechts
dehnt sich die Stadtmauer, die mit einer Länge von 5 km die Stadt
einschloss und heute noch einschließt. Ihre noch heute sichtbaren Ausmaße
sind beeindruckend und zeugen von der Wehrhaftigkeit der Stadt. Die
Stadtmauer erreicht eine Höhe von 15 m und mißt in der Dicke zwischen 5 m
und 7 m. An der Außenseite verlief ein tiefer Wassergraben und 24 runde
oder eckige Beobachtungstürme runden die Anlage ab.
Auf der Via Sacra, einer gepflasterten Strasse, erreichen wir den
Tempelbezirk mit Basilika und Poseidontempel auf der Ostseite, während auf
westlicher Seite der eher griechische Stadteil sich mit vielen Wohnhäusern,
öffentlichen Bädern und jeder Menge kleiner Läden entlangzieht.
Ostseits erblicken wir nun die Reste unbekannt gebliebener kleinerer
Tempel, Reste von Thermen bis wir westseits die Via di Porta Marina
kreuzen und nun dem römischen Leben begegnen. Unübersehbar das Forum mit
dem Säulengang und dem dahinterliegenden großen Platz, dem Teatro Italico
und der Markthalle dahinter. Gegenüberliegend erkennen wir die Reste des
Friedenstempels und das offene Theater (Ekklasterion ). Auf der linken
oder westlichen Seite der Via Sacra begleiten uns mehr oder weniger
vornehme römische Bürgerhäuser, Marmorbecken und wieder Wohnhäuser. Auf
der Seite des Forums streift unser Blick über das Gelände des Gymnasiums
und den freien Platz davor, an dessen Ende man den Eingang zum
Amphitheater erkennen kann.
Vorbei geht es nun auf der Via Sacra durch die römische Stadt mit privaten
und öffentlichen Gebäuden bis wir den großen Platz vor dem Athanaion
erreichen. In seiner Mitte steht der letzte der drei großen Tempel, der
Cerestempel und gesondert davon eine einzelne dorische Votivsäule.
Eigentlich müßten wir die Stadt Poseidonia-Paestum durch die Goldene
Pforte ( Porta Aurea ) verlassen, um auf dem gleichen Weg in Richtung des
Heiligtums Heraion weiterzugehen.
Aber weil ein Besuch im archäologischen Museum sich lohnt, gehen wir
westseits des Cerestempels in Richtung Staatsstrasse und zum
Nationalmuseum von Paestum.
2.1 Die
Basilika
Die Basilika ist der älteste der drei weithin sichtbaren Tempel und gehört
zu den am besten erhaltenen griechischen Tempeln der Welt. Erbaut wurde
die Basilika um 550 vor Chr. und wie aus den Votivtafeln, die vor dem
außerhalb des Tempels errichteten Altar gefunden wurden, hervorgeht,
handelt es sich um einen Tempel der Göttin Hera. Die Anlage als
Doppeltempel läßt auch den Schluß zu, daß mindestens in der Anfangszeit
auch Zeus in die Verehrung eingeschlossen war.
Die Basilika ist, wie für griechische Tempel selbstverständlich, von
Westen nach Osten ausgerichtet und wird trotz einiger Abweichungen dem
dorischen Stil zugerechnet.
Der Tempel hat 9 Säulen an der Vorder- und Hinterseite und 18 Säulen an
jeder Längsseite. Die Inneneinteilung, also zwei Vorhallen, eine ostseits,
eine westseits, in der Mitte die zweigeteilte Cella, ist nur an
Mauerresten und den westseits verbliebenen Säulen zu rekonstruieren. Reste
von Statuen , Reliefs und Terrakottastücke ( zu sehen im nahegelegenen
Museum ) zeigen, daß der Tempel in antiker Zeit farbenprächtig
ausgestattet war. Die noch an den äußeren Säulen erkennbaren Blätter,
Rosetten, Lotusblumen und Palmen könnten ( mit einiger Phantasie ) als
Initialen der Baumeister gewertet werden.
Der Name des Tempels als »Basilika« entstammt einem Irrtum aus dem 18.
Jahrhundert, als man annahm, daß dieser Bau ein öffentliches Gebäude
gewesen sei. Der Name Basilika bezeichnete im antiken Griechenland das
Justizgebäude. Erst die Entdeckung des Altars vor dem Gebäude wiesen ihm
religiöse Bedeutung zu, denn in der griechischen Antike wurden Zeremonien
und Opferfeiern immer vor dem Tempel abgehalten. Zum Tempel selbst hatte
der Bürger weder in Athen noch in Paestum Zutritt.
2.2 Der Poseidontempel
Der Poseidontempel wurde im Jahr 450 vor Chr. im dorischen Stil und der
typischen Ostwest-Richtung erbaut. Geweiht war er ebenfalls der Göttin
Hera,wie die Fundstücke zeigen, die vor der Ostseite des Tempels an der
Altarstelle gefunden wurden.
Der Poseidontempel ist sehr gut erhalten. Die sechs Säulen der Vorderfront
und die der Hinterfront tragen noch immer die griechischen Giebel. Auch im
Innern ist die antike Einteilung vorstellbar durch die noch vorhandenen
Säulen und Mauerreste. An den Säulen erkennt man die vordere Halle, an die
sich die Cella anschloß und an deren Ende die Götterfigur trohnte.
Dahinter befand sich dann die hintere Halle. Die Cella war durch zwei
Säulenreihen in drei Schiffe aufgeteilt, was der allgemeinen Vorgabe aus
Griechenland entspricht.
Mit ein wenig Phantasie kann man sich auch die auf der doppelten
Säulenreihe der Cella aufliegende Dachkonstruktion aus Holz vorstellen,
die mit Tonziegeln bedeckt war. Ergänzt man nun Pronaios (vordere Halle)
Cella und Epinaios (hintere Halle ) noch mit den vorhandenen Mauerresten,
so entsteht der Eindruck von hohem dunklem Raum, der allein von Fackeln
erleuchtet dem religiösen Zeremoniell den richtigen Rahmen bot.
Der Bürger von Poseidonia aber wartete vor dem Tempel am Altar im hellen
Licht der Sonne inmitten farbenprächtiger Natur auf das kurze Öffnen zum
dunklen Raum des Gottes oder der Göttin. Denn es ist nicht entschieden, ob
nun der Poseidontempel allein der Göttin Hera gewidmet blieb oder ob nicht
doch in dieser nach dem Meeresgott Poseidon benannten Stadt die Opfergaben
und Zeremoniell ihm galten.
Eindeutig aber festzustellen ist, daß dieser besterhaltene Tempel uns
Harmonie und Denkweise griechischer Kultur ein Stück begehbarer macht.
2.3 Der
Cerestempel
Der Cerestempel, der dritte große Tempel Poseidonias, wurde um das Jahr
500 vor Chr. erbaut. Sein Bauplatz an der höchsten Stelle von Poseidonia
weist ihn als Tempel der Göttin Athene aus. Dies wird durch Funde vor dem
Tempel bestätigt. In Votivschreinen, die die Opfergaben am Außenaltar
sammelten, wurden kleine Statuen der Athene ( Göttin der Weisheit und der
Künste ) gefunden sowie der eingravierte Name der Athene auf einem
Vasenfragment.
Der Cerestempel hat an der kurzen Seite je 6 Säulen und an den Längsseiten
je 13 Säulen. Auf der Frontseite nach Westen ist noch der Rest eines
besonders hohen Giebels erhalten, an der Ostseite ist dieser fast
vollständig.
Das Innere des Cerestempels war einfacher als das von Poseidontempel oder
Basilika ausgestaltet. Es gab eine Vorhalle, von deren vier Säulen nur
noch die Sockel erhalten sind. Seitlich befanden sich noch je eine Säule
und eine Halbsäule, an der das Mauerwerk zur Cella beginnt. Eine hintere
Halle gibt es nicht.
Die reiche äußere Ausstattung wird vorstellbar durch Einzelstücke, die im
Museum zu bewundern sind: Ionische Kapitelle aus dem Innern der Cella,
Traufleisten als Löwenköpfe und gemalte Dekorationen aus Stein.
Als die Stadt Paestum an Bedeutung verlor, wurden Teile des Cerestempels
in eine christliche Kirche verwandelt und das verbliebene Dorf behielt bis
in 9. Jahrhundert den Namen Cerestempel.
2.4 Das Forum
Das Forum liegt an der Straßenkreuzung von Via Sacra und Via Porta Marina.
Es umfasst ein Areal von 160 m Länge und 57 m Breite und ist somit größer
als das Forum in Pompeji. Der Bürger von Paestum, sei er Römer, Lukaner
oder Grieche, betrat das Forum meist von der Via Sacra aus, dessen Eingang
von Säulen gebildet wurde. Das Gelände des Forums richtet sich wie die
griechischen Tempel von Osten nach Westen. Links und rechts nach den
Eingangssäulen befinden sich eine Reihe gleichgroßer Läden und dahinter
die Thermen und auf der gegenüberliegenden Seite ein Zugang zum Gymnasium.
An die Reihe der Geschäfte schließt sich rechtsseitig das überdachte
Teatro Italico an, das den volksnahen Belustigungen und Unterhaltung
diente. Ihm gegenüber liegt das Ekklasterion oder offener rundgebauter
Versammlungsplatz, über dessen Zweck sich auch die Gelehrten nicht einig
sind: Openair - Theater oder politische Bühne oder beides?
Wer nach dem Teatro Italico weiter den Marktplatz herunterschlendert, kann
jetzt in die überdachte Markthalle gehen, die dem Teatro folgt. Die Römer
bezeichneten sie als Macellum und das Wort Markthalle trifft nicht den
vornehmen Charakter des Gebäudes. Selbstverständlich gibt es wieder viele
kleine Geschäfte an den Seiten, aber im Zentrum, das mit Marmor ausgelegt
ist, befinden sich im Viereck Säulen und in diesem Viereck befanden sich
verschiedene Wasserbecken, die zu Geschäftsgesprächen anregten oder der
Ruhe dienten. Wer den Markt durch die mit zwei Säulen geschmückte Pforte
verließ, konnte wiederum an einer Reihe von Läden weiterspazieren bis am
Ende des Forums ein Brunnen zum nochmaligen Verweilen einlud.
Wer aber von Geschäften, Bad und Theatervergnügen noch nicht genug hatte,
ging vom Forum auf einer gepflasterten Straße hinüber zum Amphitheater, um
römischen Gladiatoren zuzuschauen. Oder er spazierte zurück an den Läden,
am Ekklasterion, am Friedenstempel bis zum Eingang des Forums, um im
Gymnasium am dortigen Schwimmbecken einem Wettkampf zuzuschauen.
Viele dieser jetzt erwähnten Gebäude sind natürlich nur noch als Reste
geblieben. Aber diese Reste sind noch so deutlich erkennbar, daß man
leicht in der Lage ist, sich ein anschauliches Bild dieses Marktplatzes
von Paestum zu machen. Es läßt sich ablesen, daß der Bauplan davon ausging,
die Geschäfte zu befördern und römisches Leben für die Bürger angenehm und
abwechslungsreich zu gestalten.
Hotel Olimpico
Dabei wurden sie von ihrer
Mutter, Frau Sira, tatkräftig unterstützt. Heute ist das „Hotel Olimpico“
ein Drei-Sterne-Hotel, mit 40 geräumigen, Schnllinternet WI-FI,
Klimaanlage (24h), einladenden, ruhigen Zimmern, ausgestattet mit schönen
Balkons, Farbfernsehgeräten mit Satellitenempfang haartrockner und jeweils
direktem Telefonanschluss. Von den Zimmern am Meer kann man den
wunderschönen Blick auf den Golf genießen, in den rückwärtigen Zimmern den
Blick auf das Land und die Berge sowie die Ruhe und Schönheit der
Gartenanlage mit Springbrunnen.
Das Haus bietet außerdem überdachte Parkplätze, einen Kinderspielplatz,
eine Bocciabahn, ein Solarium und einen komfortablen Fernsehraum. Die
Spezialität des „Hotels Olimpico“ ist eine gediegene, gepflegte Küche mit
gastronomischen Spezialitäten aus dem Umland und dem Cilento. Jedes
Gericht wird mit sorgfältig ausgesuchten, erstklassigen Nahrungsmitteln
zubereitet. Für Mütter mit Kindern stellt das Haus eine Kochecke zur
Verfügung, wo sie das von ihren Kindern Gewünschte zubereiten können.
Etwas ganz Wichtiges, worauf niemand hier verzichten möchte, fehlt noch –
das Meer.
Unser neues Schwimmbad im Garten. Sie werden im ueber 25 m langen Freibad
ausgiebig schwimmen koennen. Oder entspannen Sie sich bei einer
wahltuenden Unterwassermassage. Im Schwimmbad wird ausserdem viel Platz
fuer Kinder vorhanden sein, nicht tiefer als 70 cm. Das Schwimmbad liegt
in der Gartenanlage mit viel Sonne. Ebenso spenden Palmen einen angenehmen
Schatten zum entspannen. Ein Tennisplatz und eine Tischtennisplatte stehen
unseren Gaesten kosfenlos zur Verfuegung.
Kaum 50 Meter vom Haus entfernt befindet sich der hoteleigene Privatstrand,
wo die Gäste über Sonnenschirme, Liegestühle, warme Duschen und einen
Umkleideraum verfügen können. Ein ständig anwesender Bademeister sorgt für
die Sicherheit der Gäste. Das „Hotel Olimpico“ ist in den Sommermonaten
ein idealer Standort für Kinder wie für Erwachsene.Für die Kleinen werden
Spiele angeboten, die Grossen können an Festen teilnehmen. Auch für
touristische Ausflüge liegt das „Hotel Olimpico“ ideal. Nach Paestum, nach
Amalfi Küste, nach Ravello, nach Positano, und nach Sorrent , Palinuro.
Über die Autobahn A3 erreicht man nach etwa 40 km die antiken
Ausgrabungsstätten von Pompei und Herculaneum sowie nach ca. 65 km die
Metropole Neapel. Auch Padula und Velia sind in der Nähe. Ferner erreicht
man mit dem Tragflügelboot die Inseln Capri und Ischia in 60 bzw. 90
Minuten !.
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